Von der Idee zum Produkt

Am Anfang stand die Frage, warum man die Höhe von Windenergieanlagen nicht noch anderweitig nutzt, als nur zum Einfangen von Wind? Warum hängt niemand eine Masse ins Turminnere, um bei Bedarf den Generator in der Gondel anzutreiben? Wäre das nicht eine gute Lösung um effizient Energie zu speichern, die in kürzester Zeit zur Verfügung steht? 

Es stellte sich schnell heraus, dass sich das Schwingverhalten von den gängigen Stahlrohrtürmen zu sehr ändern würde um dauerhaft die Sicherheit der Anlagen zu gewährleisten.  

Holz verhält sich aufgrund seiner unregelmäßigen molekularen Zusammensetzung viel dämpfender, als es Metalle mit ihren regelmäßig angeordneten Atomgittern tun. Ein Turm aus Holz scheint hier eine gute Lösung zu sein. Nun war zunächst das Design zu klären.
Da Windenergieanlagen schwingende Systeme sind, ist es sinnvoll die Geometrie gedämpften Schwingungen nachzuempfinden. Damit der Transport, Auf- & Abbau ökonomisch vorteilhaft ablaufen kann, mussten die Turmsegmente eine möglichst praktische Größe haben und gleichzeitig so geformt sein, dass sie in großem Maßstab gefertigt werden können. Als dann auch noch geklärt war, wie die einzelnen Segmente so einfach wie möglich und so stabil wie nötig zusammengefügt werden können, konnten die Simulationen beginnen um zu zeigen, ob die Geometrie real gemessenen Lastbedingungen standhalten würde. 
Nach statischen und dynamischen FEM-Simulationen unter Berücksichtigung realer Lastdaten einer state-of-the-art 4MW WEA der Windklasse IEC IIa stellte sich heraus, dass die Geometrie und das Material die Belastungen eines 20 jährigen Betriebs ohne Probleme aushalten können. Eine neue Generation von Türmen für Multi-Megawatt Windenergieanlagen ist bereit!

Um den ökologischen Effekt der Türme zu maximieren und der Definition von Nachhaltigkeit ein großes Stück näher zu kommen, pflanzen wir für jeden errichteten Turm so viele Bäume nach, wie für die Herstellung notwendig waren. Auf diese Weise wirken die Independence Towers nicht nur als Kohlenstoffspeicher, sondern auch als Kohlenstoffsenker.